MetroMarathon — Sicher laufen dank THW 02.05.2010
Helferinnen und Helfer der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) sorgten beim Düsseldorfer MetroMarathon am ersten Maisonntag für die Sicherheit der Teilnehmer und Zuschauer an und auf der Strecke. Rund 28 Einsatzkräfte aus dem Solinger THW-Ortsverband waren wesentlich daran beteiligt.

Es galt nicht nur, die Laufstrecke so abzusperren, daß keine Autofahrer auf die Marathonstrecke fuhren und die mehreren Hundert Marathonläufer sowie die Läuferinnen und Läufer der ungefähr 1700 angemeldeten Staffeln gefährdeten. Immer wieder gab es auch Teilnehmer, die andere behinderten und Zuschauer, die auf die Strecke drängten oder sie gar überqueren wollten. Besonders prekär war die Situation in den sogenannten Wechselzonen: In den Wechselzonen befanden sich mit Gittern abgetrennte Bereiche, in denen die Läufer der Staffeln ihre Kennzeichen tauschen. Enge und Unübersichtlichkeit, Neugierde und Anspannung läßt viele von ihnen aus dem Wechselbereich auf die Strecke drängen, auf der sie dann die anderen Läufer behindern und gefährden. Hier griffen rund 50 THW-Kräfte mit guten Worten und — wenn nötig — auch mit der Autorität ihres Hausrechtes ordnend ein. Übereifrige Fans, die in die Wechselbereiche eindrangen, mußten ebenso in die Schranken gewiesen werden. So hatten die Helferinnen und Helfer insgesamt sechs Stunden lang — beginnend um 9.00 Uhr am Ratinger Tor — „Flöhe zu hüten“.

Damit die Logistik und die Kommunikation untereinander klappte, plazierte die Solinger THW-Fachgruppe Führung / Kommunikation ihren Führungs- und Kommunikationskraftwagen (FüKomKW) und den Führungs- und Lage-Anhänger (Anh FüLa) auf dem Burgplatz; mit ihrem mobilen Lagezentrum und der dazugehörigen Kommunikationstechnik garantierten sie — auch für den Notfall —, dass Veranstalter und Einsatzkräfte Sicherheitsmaßnahmen koordinieren konnten.

Für die Angehörigen des Solinger Technischen Hilfswerks war dieser Einsatz beim MetroMarathon übrigens nicht der erste — bereits in den Jahren zuvor halfen sie dabei mit, Sicherheit zu gewährleisten. In diesem Jahr stellten sie mit 20 Kräften aus dem Technischen Zug und acht Helfern aus der Fachgruppe Führung / Kommunikation circa ein Achtel der insgesamt rund 200 Helferinnen und Helfer aus dem THW-Geschäftsführungsbereich Düsseldorf. Viele von ihnen, die unter der Führung des Düsseldorfer Ortsverbandes im Einsatz waren, hatten bereits Tage zuvor mit der Arbeit begonnen. So war die Solinger Fachgruppe Führung / Kommunikation bereits am Freitag mit ihren Fahrzeugen angereist. Am Veranstaltungssonntag stellten sie bereits um 7.30 Uhr Führungspersonal und Sprechfunker bereit.


Text: Lutz Klever (Ortsbeauftragter / THW Solingen) in der Bearbeitung von Helmut Wenzel (Öffentlichkeitsarbeit / THW Solingen)
Archivfotos: THW Solingen (Bodo Benstein — Gruppenführer — und Helmut Wenzel — Öffentlichkeitsarbeit)

Anmerkungen:
Das Technische Hilfswerk setzt auf eine Kombination von universellen Bergungsgruppen und spezialisierten Fachgruppen, um den vielfältigen Anforderungen des Bevölkerungsschutzes und der örtlichen Gefahrenabwehr gewachsen zu sein. Die Bergungsgruppen sind mit Ausstattung und Personal in der Lage, ein breites Aufgabenspektrum abzudecken, das heißt zu retten, zu bergen, Sicherungs- und leichte Räumarbeiten vorzunehmen sowie vielfältige technische Hilfe zu leisten. Aus diesem Grund verfügt jeder Ortsverband über zwei Bergungsgruppen. Sie sind zusammen mit dem Zugtrupp die Basiskomponente des Technischen Zuges (TZ). Die Fachgruppen hingegen sind die Spezialisten für besondere Aufgaben. Sie gibt es, abhängig vom Gefährdungspotential, in unterschiedlicher Anzahl und Flächendeckung. Dennoch sind auch die Fachgruppen in Ihrer Nähe verfügbar und so stationiert, dass sie schnell am Einsatzort sein können. Bundesweit werden Fachgruppen für folgende Bereiche vorgehalten: Beleuchtung, Brückenbau, Elektroversorgung, Infrastruktur, Ölschadenbekämpfung, Ortung, Räumen, Sprengen, Trinkwasserversorgung, Wassergefahren und Wasserschaden/Pumpen.

Der Zugtrupp (ZTr) führt einen Technischen Zug (TZ). Er koordiniert Einsätze taktisch / technisch und wickelt sie ab. Im Einsatzfall richtet er eine Befehlsstelle ein und betreibt sie für den Technischen Zug sowie ggf. für weitere unterstellte Einheiten / Teileinheiten. Ferner organisiert der Zugtrupp den Personal- und Materialeinsatz sowie die Logistik für die unterstellten Einheiten. Er stellt die Verbindung zur übergeordneten Einsatzleitung (EL) bzw. Führungsstelle (FüSt) sowie zu benachbarten Einheiten / Organisationen her.

Bei der Fachgruppe Führung/Kommunikation laufen alle Drähte zusammen. Sie dient insbesondere der Führung von THW-Einheiten und übernimmt die Kommunikationsaufgaben, die zur Führung der THW-Einsatzkräfte und für die Verbindung zum Bedarfsträger erforderlich sind. Kernstück der mobilen Führungsstelle sind die auf einem LKW („Führungs- und Kommunikationskraftwagen“ / FüKomKW) untergebrachte Kommunikationszentrale und der Führungs- und Lageanhänger (Anh FüLa). Er bietet im aufgebauten Zustand ca. 22 qm Arbeitsfläche - eine Art Großraumbüro mit moderner technischer Ausstattung für die Führungskräfte.