THW Solingen probt bahnbrechenden Helfertransport 01.04.2010
Solingen, 1. April 2010. Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen im Solinger Ortsverband des Technischen Hilfswerks zu erfahren war, ist das Solinger THW von der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk dazu auserkoren worden, eine bahnbrechende Neuerung auf dem Gebiet der Helferbeförderung zu testen.

Vor dem Hintergrund der schwierigen Haushaltslage des Bundes, auch Haushalts-Prekariat genannt, hat sich die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk entschieden, die Gerätekraftwagen der ersten Bergungsgruppe mit einer kürzeren Fahrerkabine zu versehen: Die zweite Sitzbank entfällt, die dort bisher transportierten Helferinnen und Helfer werden im Geräteaufbau verlastet. Dies ist möglich, weil durch die Miniaturisierung der Geräte Fächer im Aufbau frei geworden sind. In der Folge können diese Fächer für den Liegendtransport der Einsatzkräfte verwendet werden (Je nach Körperumfang sogar im Sandwich-Verfahren, wobei natürlich auf eine strenge Geschlechtertrennung geachtet werden soll.). Neben der Kostenersparnis bei der Fahrerkabine hat diese Transportweise den zusätzlichen Vorteil, die Helferinnen und Helfer nach ihrer Grundausbildung ohne weitere Fachausbildung und damit ohne weitere Kosten für das Gemeine Wesen zu Fach-Helfern zu qualifizieren. Auf Seiten der Helferschaft ist die Maßnahme der THW-Leitung mit Begeisterung aufgenommen worden. Der Liegendtransport wird von ihnen nicht nur wegen der Rehabilitation ihrer Einsatzkräfte während des Transports begrüßt. Aufgrund der fensterlosen Fachausstattung gelingt den Führungskräften mit dieser Transportvariante, den Helferinnen und Helfern bei Eintreffen am Einsatzort eine freudige Überraschung zu verschaffen. Darüber hinaus ist die Belastung durch das Können der Fahrzeugführer damit wesentlich herabgesetzt.


Fotografie und Text: Helmut Wenzel (Öffentlichkeitsarbeit / THW Solingen)