Solinger THW-Gruppe siegt bei Funkübung des THW Hilden 21.03.2010
Das Technische Hilfswerk in Hilden veranstaltete in der Nacht von Samstag, den 20. März, auf Sonntag, den 21. März 2010, eine Funkübung. Ein Team des Solinger Technischen Hilfswerks schloß als beste Gruppe ab.

Das Quartett Tordis Meyer, Chris Link, Stefan Schyroki und Stephan Wetter absolvierte die dritte Funkübung des Hildener Ortsverbandes der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk als beste teilnehmende Gruppe. Den zweiten und dritten Sieger stellte ebenfalls das Technische Hilfswerk; Platz zwei belegte eine Gruppe des THW Velbert, den dritten Rang holte sich ein Team aus Heiligenhaus. Der Zufall wollte es, daß alle Siegergruppen auf Mannschaftstransportwagen Zugtrupp (MTW ZTr) unterwegs waren.

Die Funkübung sollte in erster Linie den Umgang mit dem Kartenmaterial „TOP5O“ und den im Katastrophenschutz verwendeten UTM-Koordinaten zur Ortsbeschreibung trainieren. Ebenso sollten die Besatzungen der Fahrzeuge und die Funker in der Leitstelle im THW-Ortsverband Hilden den Funkverkehr mit vielen Teilnehmern üben. Zu diesem Zweck teilte die Leitstelle den Fahrzeugbesatzungen über Sprechfunk UTM-Koordinaten mit. Die Teams mußten die Angaben entschlüsseln und in die topografischen Karten übertragen; die so gewonnenen Punkte auf der Karte waren von den Teilnehmern anzufahren. Vor Ort angekommen hatten die Gruppen Fragen zu beantworten, die sie darin üben sollten, ein Zielgebiet zu erkunden. Dabei stellte sich der nützliche Zusatzeffekt ein, daß die Ortskenntnisse im Kreisgebiet Mettmann und den angrenzenden Städten verbessert wurden. Quasi nebenbei wurden auch Erkenntnisse über die Abdeckung des Übungsgebiets durch die Funkkreise gewonnen.

Auch die Geschicklichkeit der Fahrerinnen und Fahrer im Umgang mit den Fahrzeugen wurde an einer Übungsstation am Oerkhaussee auf die Probe gestellt: Sie mußten in einem eng abgesteckten Parcours in Schlangenlinie in eine Box hineinfahren und danach rückwärts — einen Halbkreis beschreibend — auf einem anderen Weg den Parcours wieder verlassen. Dabei war auch eine gute Kommunikation mit dem einweisenden Kameraden gefragt.

Zu Beginn der Funkübung gegen 20 Uhr am Samstagabend hatte der Ortsbeauftragte des THW Hilden, Jörg Lobe, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Übung begrüßt. Auch der Landrat des Kreises Mettmann war gekommen: Thomas Hendele sprach den Angehörigen der verschiedenen Hilfsorganisationen seine Anerkennung für ihr freiwilliges Engagement aus, dankte ihnen dafür und wünschte allen eine gute und sichere Fahrt. Der Hildener Ausbildungsbeauftragte Roland Peters wies die Teams im Anschluß daran in den Übungsablauf ein und gab den Startschuß. Gegen 1.00 Uhr in der Nacht kehrten die Teams zu einem verspäteten Mitternachtsimbiß in der Hildener Unterkunft ein, um danach noch einmal auszuschwärmen. Die Übung wurde am Sonntagmorgen gegen 9.00 Uhr mit einem gemeinsamen Frühstück beschlossen, in dessen Verlauf Ortsbeauftragter Jörg Lobe Urkunden an Teilnehmer und plazierte Gruppen aushändigte.

Federführend bei der Veranstaltung war der Hildener Ortsverband der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk; die Organisation lag in den Händen des Zugführers Thorsten Burggraf und des Ausbildungsbeauftragten Roland Peters. Insgesamt nahmen an der Funkübung ca. 120 Helferinnen und Helfer in 35 Teams teil. Sie kamen aus zehn Städten und vertraten das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter Unfallhilfe, den Malteser Hilfsdienst und die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk. Der Solinger Ortsverband des Technischen Hilfswerks stellte drei Teams.


Fotografie: Chris Link und Helmut Wenzel (THW Solingen)
Text: Helmut Wenzel (Öffentlichkeitsarbeit THW Solingen)