42 Kubikmeter r(h)ein gepumpt — Pumpengruppe mit neuem Durchflussmengenzähler 08.11.2008
Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen des Solinger Ablegers der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk testete am Samstag, dem 8. November 2008, erstmals Ihren neuen elektronischen Durchflussmengenzähler. Nahe der Rheinfähre in Leverkusen-Hitdorf maßen sie die Fördermengen verschiedener Pumpentypen.

Die Frage „Was können wir tatsächlich leisten?“ beschäftigte die Helfer der Solinger Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen schon lange Zeit. Klar war, dass den Angaben der Pumpenhersteller Idealbedingungen zu Grunde liegen, die in der Praxis nicht erfüllbar sind. Hier konnten nur Messungen unter Einsatzbedingungen zu realistischen Werten verhelfen. Daher sind die THW-Kräfte jetzt besonders froh über ihren neuen elektronischen Durchflussmengenzähler. So können sie nun litergenau Aussagen über die Förderleistung ihrer Pumpen treffen. Damit ist es ihnen möglich, den „Anforderern“ (Auftraggebern) des Technischen Hilfswerks zuverlässige Angaben über die zu erwartenden Fördermengen machen. Mit diesen Werten ist nicht nur die voraussichtliche Einsatzdauer abschätzbar; verlangt die Feuerwehr — wie beim Brand in einer Kölner Chemieanlage im März dieses Jahres — eine bestimmte Wassermenge in der Minute, so kann mit Hilfe dieser Testergebnisse auch die benötigte Anzahl an Pumpen verlässlich kalkuliert werden. Auch die Leistungsminderung durch Adapterstücke oder etwa Reduzierungen kann ebenso beziffert werden wie die Leistungssteigerung durch einen optimalen Schlauchverlauf und so bei der Ausbildung der Fachgruppen verschiedene Handlungsalternativen veranschaulichen.

Dass THW-Helfer sich zu helfen wissen, zeigte sich bei diesem Test ebenfalls: Ein Verkabelungsfehler in der Elektronik wurde „mal eben“ am Uferstreifen behoben.


Fotografie und Text: Helmut Wenzel (Öffentlichkeitsarbeit / THW-OV Solingen)